Das Jahr 2025 war für uns ereignisreich und sehr erfreulich. Hier ein kurzer Überblick über unsere wichtigsten Kennzahlen:

  • 104 Mitglieder (11 Beitritte) 
  • 323 Anfragen aus Österreich, Deutschland, Italien, Serbien, USA, Brasilien 
  • 379 Benutzer:innen im Archiv und in der Studienbibliothek 
  • 167 Führungsteilnehmer 
  • 29.554 Datensätze in der online-Datenbank SAIS mit ca. 2.500 frei einsehbaren Quellendigitalisaten (https://sais.steyr.gv.at) 
  • 770 verkaufte Wandkalender „Steyr im Spiegel der Zeit 2026“ 
  • rund 6.500,- Euro Reinerlös durch den Kalenderverkauf 
  • 186 Jahre Gemeinderatsprotokolle transkribiert und online im Digitalarchiv Steyr (http://steyr.dahoam.net/?page_id=11675

Was hat sich im Stadtarchiv Steyr getan?

2025 stand im Zeichen der Forschung: Zum 80. Jahrestag der Befreiung Steyrs vom National-sozialismus haben die Vereinsmitglieder Waltraud Neuhauser-Pfeiffer, Erwin Dorn, Josef Stockinger und Doris Hörmann eine Sonderausgabe des Amtsblattes gestaltet. Am 9. Mai wurde beim aufgemalten Regenbogen der 42. Infanteriedivision („rainbow division“) eine Stele mit Informationstext enthüllt. Dazu gekommen wäre es nicht ohne die Hinweise der Vereinsmitglieder Siegfried Seidl und Fritz Brandl. Die „Regenbogendivision“ hat ab Februar 1946 die Besatzung Steyrs übernommen und den Regenbogen auf dem Annaberg hinterlassen. Heute gilt er als Zeichen des Friedens und soll an die Befreiung durch die Alliierten erinnern. 

Zur Feier des 400-jährigen Gründungsjubiläums der Innerberger Hauptgewerkschaft steuerte Doris Hörmann einen Aufsatz für den Sonderband der Zeitschrift „res montanarum“ bei und hielt über die Bedeutung Steyrs im Eisenwesen einen Vortrag in Eisenerz. In der Amtsblatt-Serie „Frauen über Frauen“ schienen heuer acht Biografien zu Steyrerinnen, die in Vergessenheit geraten sind.

Am 15. Mai 2025 war der Startschuss für die Aufarbeitung belasteter Straßennamen durch eine Historikerkommission, wobei das Stadtarchiv die Erforschung der Biografien koordiniert.  
Der Radiosender Ö1 berichtete im Juli über die Arbeit des Stadtarchivs in einer 25-minütigen Sendung, die von 100.000 Personen gehört wurde. Die Vereinsmitglieder Petra Obermair und Sylvia Schörkhuber haben in den Sommermonaten fast 700 Glasplatten- und Planfilmnegative des Fotohauses Them inventarisiert und beschrieben.

Neuzugänge

Der Verein konnte einen Kupferstich von Georg Krekwitz mit einer Stadtansicht Steyrs aus dem Jahr 1686, die Lithografie „Brand von Steyr“ von ca. 1845 sowie eine „Ansicht vom Voigten Schlössel“ von ca. 1848 ankaufen (siehe Abbildungen). Der Archivbestand ist 2025 außerdem um folgende Schätze gewachsen:

  • ca. 1.000 Faszikel an städtischen Akten aus der Zeit zw. 1850 und 1952 
  • Chronik der Volkslesehalle bzw. Bibliothek im Dominikanerhaus (1920er–2024) 
  • Brieflicher Nachlass von Julie Böck und Gertrude Pincus (1939–1942) 
  • Nachlass von Walter Radmoser (1929–1990) 
  • Nachlass vom Silberschmied Gemböck (inkl. Wettertagebuch 1819–1842) 
  • Nachlass des Konstrukteurs Herbert Haas (1907–1975) 
  • Fotos tausender Steyrer Hauszeichen von Wolfgang Bernhauer (1932–2013)

Unser Vereinsjubiläum

Ende des Jahres feierten wir das 25-jährige Bestehen unseres Vereins und die Öffnung des Archivs für die Allgemeinheit im Jahr 2000. Erschienen ist dazu die Archiv- und die Vereinsgeschichte in einer 60-seitigen Festschrift. Aus Anlass des Jubiläums wurde der Verein von der außerordentlichen Hauptversammlung einstimmig in „Historische Gesellschaft Steyr-Eisenwurzen“ umbenannt. 

Euch allen sagen wir DANKE für alle Formen der Unterstützung, egal ob durch ehrenamtliche Mitarbeit beim Organisieren, Transkribieren und Inventarisieren, durch eure Vorträge, den Austausch von Wissen oder finanzielle Zuwendungen. Ohne euch, gäbe es kein Archiv!

Gruppenfoto mit dem Kulturamtsleiter Hansjörg Rannger, Mitgliedern des Gemeinderates, Bürgermeister Markus Vogl, Obfrau Patricia Farfeleder, Kassierin Doris Hörmann und Stadträtin für Kultur Katrin Auer.
Das Vereinsjubiläum war ein voller Erfolg! v.l.n.r.: Kulturamtsleiter Hansjörg Rangger, Gemeinderat Uwe Pichler, Gemeinderätin Heidi Kloiber, Bürgermeister Markus Vogl, Obfrau Patricia Farfeleder, Kassierin Doris Hörmann, Stadträtin für Kultur Katrin Auer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert